Vereinsgeschichte

Eigen­tü­mer und Trä­ger des Wohn­heims ist der gemein­nüt­zi­ge Ver­ein Stu­den­ten­wohn­heim Geschwis­ter Scholl eV., der am 13.Juni 1956 im Neben­zim­mer des Café Ode­on am Ode­ons­platz in Mün­chen gegrün­det wor­den ist.

Der Ein­la­dung eines 3er-Komi­tees unter Füh­rung des Der­ma­to­lo­gen Alfred Mar­chio­ni­ni, der in den Jah­ren 195455 Rek­tor der Lud­wigs Maxi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät (LMU) gewe­sen war, folg­ten 28 Per­sön­lich­kei­ten, dar­un­ter Poli­ti­ker, Pro­fes­so­ren, Unter­neh­mer, Gewerk­schaft­ler, Bankleute,Verleger, Schrift­stel­ler, Jour­na­lis­ten und höhe­re Beamte.Sie fan­den sich über poli­ti­sche und welt­an­schau­li­che Gren­zen hin­weg zusam­men, um gegen die damals beson­ders gro­ße Woh­nungs­not der Stu­die­ren­den etwas zu unter­neh­men.

Zugleich woll­ten sie an das muti­ge Bei­spiel der Geschwis­ter Hans und Sophie Scholl und ihrer Freun­de von der Wei­ßen Rose erin­nern. Robert Scholl, der Vater der bei­den Geschwis­ter gab zur Namens­ge­bung ger­ne sei­ne Zustim­mung.

Den Vor­sitz des Ver­eins über­nahm Alfred Mar­chio­ni­ni, der durch sein eige­nes gutes Bei­spiel und ver­mö­ge sei­ner guten Ver­bin­dun­gen in her­vor­ra­gen­der Wei­se dazu beitrug,daß der Ver­ein in nur weni­gen Jah­ren durch Spen­den­wer­bung das nöti­ge Eigen­ka­pi­tal zu bil­den in der Lage war, um nach­ein­an­der staat­li­che Hil­fen und Bank­kre­di­te zum Bau von Haus 1 und Haus 2 erlan­gen zu kön­nen.

Stärks­te trei­ben­de Kraft bei der Ver­eins­grün­dung, der Spen­den­wer­bung und beim Bau von Haus 1 war das geschäfts­füh­ren­de Vor­stands­mit­glied Hans-Jochen Vogel, der im Jah­re 1960, gera­de erst 34 Jah­re alt, zum Ober­bür­ger­meis­ter der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen gewählt wur­de.

Da Dr. Vogel nun nicht wei­ter­hin die Geschäf­te des Ver­eins füh­ren konn­te, wähl­te die Mit­glie­der­ver­samm­lung Robert Jenisch, der schon län­ger bei der Geschäfts­füh­rung mit­ge­hol­fen hat­te, im Dezem­ber 1960 zum Nach­fol­ger. Der Jurist begann sogleich mit der Spen­den­wer­bung für Haus 2 und mit der Orga­ni­sie­rung der Pla­nung und Bau­durch­füh­rung. Nach Haus 1 im Janu­ar 1960 konn­te Haus 2 bereits im April 1964 bezo­gen wer­den.

Pro­fes­sor Mar­chio­ni­ni konn­te sich der schö­nen Erfol­ge unse­res Ver­eins nicht lan­ge erfreuen;er starb bereits am 6.April 1965, erst 66 Jah­re alt.

Zu sei­nem Nach­fol­ger wähl­te die Mit­glie­der­ver­samm­lung des Ver­eins den Bio­che­mi­ker Feo­dor Lynen, damals Direk­tor des Max-Plank-Insti­tuts für Zell­che­mie in Mar­tins­ried bei Mün­chen. Es ist bewun­derns­wert, daß sich der Nobel­preis­trä­ger neben sei­nen zahl­rei­chen ande­ren Ehren­äm­tern und Mit­glied­schaf­ten in wis­sen­schaft­li­chen Gre­mi­en und Gesell­schaf­ten auch noch die­ser Auf­ga­be unter­zog. Auch er starb lei­der sehr früh im Alter von 68 Jah­ren am 6. August 1979.

Nach ihm über­nahm der Phy­si­ker Edgar Lüscher, Ordi­na­ri­us für Expe­ri­men­tal­phy­sik an der TU Mün­chen den Vor­sitz des Ver­eins. Obwohl er durch sei­ne For­schungs­ar­beit auf dem Gebie­te der Fest­kör­per­phy­sik sowie durch den Auf­bau des Phy­sik­de­part­ments in Gar­ching sehr stark belas­tet war, nahm er sich immer die nöti­ge Zeit für die Ver­eins­auf­ga­ben. Lei­der war auch Pro­fes­sor Lüscher kein hohes Alter beschie­den; er starb am 16. Janu­ar 1990 im Alter von 64 Jah­ren.

Dem Ver­ein gelang es, als Nach­fol­ger von Pro­fes­sor Lüscher den bekann­ten Der­ma­to­lo­gen Pro­fes­sor Dr.med.Dr.phil. Sieg­fried Borel­li zu gewin­nen, Ordi­na­ri­us und Direk­tor-Eme­ri­tus der Kli­nik und Poli­kli­nik für Der­ma­to­lo­gie und All­er­go­lo­gie der TU Mün­chen und Ärzt­li­cher Direk­tor der Kli­nik für Der­ma­to­lo­gie und All­er­go­lo­gie Davos (Alex­an­der­haus­kli­nik). Pro­fes­sor Borel­li, ein ehe­ma­li­ger Schü­ler und ärzt­li­cher Mit­ar­bei­ter von Pro­fes­sor Mar­chio­ni­ni, betrach­te­te es von Anfang an als Ver­pflich­tung, sich dem Werk, wel­ches sein aka­de­mi­scher Leh­rer begann, mit gro­ßem Enga­ge­ment zu wid­men.

Dem Ver­ein gelang es, als Nach­fol­ger von Pro­fes­sor Lüscher den bekann­ten Der­ma­to­lo­gen Pro­fes­sor Dr.med.Dr.phil. Sieg­fried Borel­li zu gewin­nen, Ordi­na­ri­us und Direk­tor-Eme­ri­tus der Kli­nik und Poli­kli­nik für Der­ma­to­lo­gie und All­er­go­lo­gie der TU Mün­chen und Ärzt­li­cher Direk­tor der Kli­nik für Der­ma­to­lo­gie und All­er­go­lo­gie Davos (Alex­an­der­haus­kli­nik). Pro­fes­sor Borel­li, ein ehe­ma­li­ger Schü­ler und ärzt­li­cher Mit­ar­bei­ter von Pro­fes­sor Mar­chio­ni­ni, betrach­te­te es von Anfang an als Ver­pflich­tung, sich dem Werk, wel­ches sein aka­de­mi­scher Leh­rer begann, mit gro­ßem Enga­ge­ment zu wid­men.

Der Ver­ein war zu kei­ner Zeit eine „Mas­sen­or­ga­ni­sa­ti­on“, son­dern immer eine klei­ne Kör­per­schaft, die kein beson­de­res Ver­eins­le­ben pflegt, son­dern sich auf den Erhalt und Betrieb des Stu­den­ten­wohn­heims Geschwis­ter Scholl konzentriert.Der Ver­ein war, ist und bleibt poli­tisch und gesell­schaft­lich unge­bun­den und unab­hän­gig.

Der Ver­ein hat nun mit der Bil­dung eines För­der­netz­werks begon­nen und lädt freund­lich alle, denen am wei­te­ren Gedei­hen des Schollheims liegt, ein, sich dem För­der­netz­werk anzu­schlie­ßen. Die­ser Appell rich­tet sich natür­lich ganz beson­ders an die ehe­ma­li­gen Heim­be­woh­ner bei­der­lei Geschlechts. Seit Juni 2008 sieht die Ver­eins­sat­zung auch die för­dern­de Mit­glied­schaft vor.