Bericht über das Leben im Schollheim: Johannes Krämer

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Johan­nes Krä­mer
Schol­lheim­be­woh­ner seit Sep­tem­ber 2018

Letz­tes Jahr bin ich in eines der neu­en Appar­te­ments in den H2F2 (2. Flur im Haus 2) ein­ge­zo­gen und bin sofort total super und nett auf­ge­nom­men wor­den. Am Abend nach der Ver­ga­be der neu­en Appar­te­ments war ich immer noch unschlüs­sig, ob ich wirk­lich ins neue Haus zie­hen woll­te, in dem die Zim­mer bekannt­lich ja ein eige­nes Bad und eine eige­ne Küchen­zei­le haben. Ich woll­te ger­ne ein grö­ße­res Zim­mer haben, aber ich woll­te auf gar kei­nen Fall sozi­al zurück­ge­zo­gen leben. Doch als ich nach der Ver­ga­be im Saal gleich von mei­nem neu­en Flur mit­ge­nom­men und im Wohn­zim­mer einer Men­ge Leu­te vor­ge­stellt wor­den bin, hat­ten sich sofort alle Zwei­fel in Luft auf­ge­löst (was nicht nur an eini­gen Begrü­ßungs­drinks und obli­ga­to­ri­schem Bier­pong-Spiel lag) und ich war glück­lich, in den Flur ein­zie­hen zu dür­fen.

Seit­dem genie­ße ich jeden Tag hier im Flur. Es ist wahn­sin­nig toll, dass man in einer so gro­ßen Gemein­schaft lebt und vie­le tol­le Mit­be­woh­ner hat. Egal, wie gestresst man nach einem lan­gen Tag in der Uni oder wie müde man vom Arbei­ten kommt, sobald man die Tür zur Küche oder zum Wohn­zim­mer auf­macht, in denen sich zu 98% eini­ge ande­re Flur­be­woh­ner befin­den und gera­de kochen, quat­schen oder ein­fach chil­len, hat man das Gefühl, daheim zu sein und aus­span­nen zu kön­nen. Unse­re Flur­ge­mein­schaft ist Gott sei Dank sehr koch- und fei­er­freu­dig. Es gibt qua­si jede Woche Flures­sen, die von Klein­grup­pen orga­ni­siert wer­den und immer ein gelun­ge­ner Tages­ab­schluss sind. Außer­dem ver­geht kein Wochen­en­de, an dem wir nicht im Wohn­zim­mer einen klei­nen Party­a­bend mit­ein­an­der und mit ande­ren Freun­den fei­ern. Ein­mal im Jahr fah­ren wir alle zusam­men auf die Flur­hüt­te und gön­nen uns ein rich­tig schö­nes Wochen­en­de in den Ber­gen. Zudem fin­det man hier für jeg­li­ches jeman­den, der mit­ma­chen will, sei es zum Spor­teln, Mario-Kart oder Wer­wolf spie­len, Backen etc.

Gera­de zu Coro­na-Zei­ten ist eine funk­tio­nie­ren­de Flur­ge­mein­schaft extrem wich­tig. Da man zu man­chen hef­ti­gen Zei­ten ja wirk­lich kei­ne Außen­kon­tak­te haben darf/soll, ist es total schön, gemein­sam im Flur durch die­se Zei­ten zu gehen. So sind eini­ge Ritua­le, wie gemein­sa­mes Pub-Quiz abends oder noch häu­fi­ge­re Spie­le­aben­de ent­stan­den. So hat man neben Online-Uni mit lan­gen Zoom-Mee­tings und viel­leicht Heim­weh nach sei­nen ande­ren Freun­den bzw. sei­ner Fami­lie hier immer eine tol­le Grup­pe an Mit­be­woh­nern, die dadurch selbst zu tol­len Freun­den wer­den.

Zu „nor­ma­le­ren“ Zei­ten gibt es natür­lich auch zwi­schen den Flu­ren eine Men­ge an Akti­vi­tä­ten wie gemein­sa­me Bar­a­ben­de in unse­rer haus­ei­ge­nen Wohn­heims­bar, Film­aben­de im Saal, den Schol­lheim­tag, das Som­mer­fest, gemein­sa­me Teil­nah­me an Stadt­läu­fen, gemein­sa­mes Ski­fah­ren, Bil­lard-Tur­nie­re, Wohn­heims­fahrt usw.

Außer­dem kann man in den ver­schie­den Refe­rats­grup­pen wie Zei­tungs­re­fe­rat, Auf­nah­me­aus­schuss, Kul­tur- oder Sport­re­fe­rat usw. aktiv etwas zum Wohn­heims­le­ben bei­tra­gen und auch hier neue Bekannt­schaf­ten machen.

Mei­ne Ent­schei­dung, ins Schol­lheim zu zie­hen, war eine der bes­ten mei­nes Lebens, da man hier genau das fin­det, was man sich für sei­ne Stu­den­ten­zeit erträumt hat: vie­le tol­le, offe­ne & sym­pa­thi­sche Men­schen, mit denen man ganz unbe­schwert und ent­spannt leben kann. Hier kann man Abstand vom Uni-All­tag fin­den, krea­tiv sein, Ver­ant­wor­tung über­neh­men ler­nen und ein­fach sei­ne Stu­den­ten­zeit genie­ßen! Dabei ist es ganz gleich, ob man im Appar­te­ment oder auf einem der Zim­mer im Flur wohnt, wenn man selbst an Gemein­schaft inter­es­siert ist, fin­det man sie hier!

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